SPD will nachhaltige Planung für Baugebiet „Gudensberg Süd“

Artikel „Menschen Chancen bieten“ in der HNA vom 30. Januar 2020

Gudensberg – Nachhaltigkeit. Dieses Wort durchsetzt Werbetexte für Nahrungsmittel, Kosmetik und Automobile. Der Begriff scheint abgedroschen. Doch es steckt jede Menge dahinter. Denn nachhaltig ist eine Entwicklung dann, wenn sie den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden. Verantwortungsbewusstes Handeln also. Genau das fordert die SPD in Gudensberg jetzt für die Planung des neuen Baugebiets „Gudensberg Süd“.

„Wir haben uns in Gudensberg zu den Zielen der 2030-Agenda bekannt und damit zu einer nachhaltigen Entwicklung auch auf kommunaler Ebene“, teilt der Fraktionsvorsitzende der SPD im Gudensberger Stadtparlament, Michael Höhmann, mit.

Bei der Nachhaltigkeit gehe es darum, was den Kindern und Enkelkindern hinterlassen würde. „Daher bedeutet Nachhaltigkeit für uns heute so zu leben, dass auch die nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt vorfinden: Eine intakte Umwelt, eine starke soziale Gemeinschaft und solide Strukturen“, betont Höhmann.

Die Ausweisung des Baugebietes „Gudensberg Süd“ sollte deshalb durch entsprechende Konzepte so umwelt- und sozial verträglich wie möglich erfolgen, fordert die SPD. Die Entwicklung des Neubaugebietes solle bedarfsgerecht erfolgen und den Gudensbergern eine Chance bieten, im Ort zu bleiben und sich in der Stadt eine Zukunft aufzubauen. Konkret setzt die SPD-Fraktion auf einen fünf Punkte umfassenden Plan für die Gestaltung des Neubaugebietes „Gudensberg Süd“.

■  Bedarfsgerechte abschnittsweise Entwicklung des Baugebietes, vorrangig für Gudensberger.

■  Naturnahe Gestaltung des Gebietes, zum Beispiel mit modernen Grünflächen und Wegeverbindungen, attraktiven Spielplätzen und Verweilflächen. Dabei sei auch zu prüfen, ob eine Hundeauslauffläche möglich ist.

■  Die wegfallenden bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen sollen durch Neu- und Ausbau von Biotopen ausgeglichen werden. Soweit möglich sollen diese in ein Naherholungskonzept eingebunden werden.

■  Vernetzung aller Grünstrukturen sowie Flächen für Arten- und Biotopschutz sowie zur Naherholung – auch im Umfeld des geplanten Neubaugebietes – zu einer Gesamtstruktur.

■  Die Versiegelung von Flächen – auch im Hinblick auf den Klimaschutz – sind zu minimieren, unter anderem durch verdichtete Bebauung. Darüber hinaus sollten Geschosszahl und Parkplatzplanung so flächensparend und landschaftsschonend wie möglich erfolgen, so die SPD.

Denn das Ziel müsse es sein, den Lebensraum für Menschen, Tiere und Umwelt miteinander in Einklang zu bringen. Und: Um dem Klimaschutz gerecht zu werden, sollten im neuen Baugebiet Erneuerbare Energien zur Anwendung kommen, so Höhmann abschließend.

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