Rede zum Investitionsprogramm 2019 – 2023

Alexander Höhmann für die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung vom 22. November 2019. Es gilt das gesprochene Wort.

Herr Stadtverordnetenvorsteher, meine Damen und Herren,

Gudensberg ist eine tolle Stadt.

Menschen, die das erste Mal in unsere Stadt kommen, sind angetan von unseren Angeboten und der Versorgung.

Auf den zweiten Blick erkennen viele, was viele Gudensberger ohnehin wissen, unsere Stadt ist einfach gut. Ein wachsende Stadt, die allen Chancen bietet.

Mir als junger Mensch, als ehrenamtlich tätiger Stadtverordneter und als aktiver Feuerwehrmann ist vor allem die Solidarität wichtig! Und sie ist spürbar bei vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern!

Wenn ich persönlich einen Leitsatz bilden sollte, der für mich über dem Jahr 2019 steht, so lautete er:

„Miteinander gestalten, wie wir in Gudensberg in Zukunft leben wollen “.

Einiges haben wir in den letzten Jahren und gerade auch in diesem Jahr gemeinsam erreicht – als Ergebnis von Beteiligungsprozessen und im Dialog mit der Bevölkerung aber auch der heimischen Wirtschaft.

Das findet im Investitionsplan seinen Niederschlag:

  • Auf Basis des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (kurz: ISEK) gestalten wir unsere Innenstadt neu und bauen auch auf dem Schlossberg aus. Mit der Förderung aus dem Programm „Aktive Kernbereiche“ setzen wir 420.000 EURO noch 2019 ein. Insgesamt sieht die Investitionsplanung bis 2022 für Projekte aus diesem Programm über 1,5 Millionen EURO vor. Wir wollen im Zuge des Ausbaus der Kernstadt vor allem ein Kultur- und Kommunikationszentrum schaffen. Hier werden sich vor allem die sozialorientierten Vereine, wie die AWO und vor allem die Musikvereine aber auch die Kunstschaffenden freuen.
  • Unser Revitalisierungsprogramm zum Erhalt und zur Sicherung unserer Ortskerne wird weiter finanziert. Wir wollen damit weiterhin unsere Kernstadt mit der Altstadt und die Ortskerne beleben.
  • Generell gilt für uns: Ehrenamt braucht Raum. Deshalb erhalten wir auch unsere Gemeinschaftseinrichtungen. Und wir bauen sie auch aus – wie mit dem Multifunktionsraum in Maden, zusammen mit dem Bau des neuen Kindergartens. Da freuen sich insbesondere der Sportverein und die Wotansteiner aber auch viele junge Familien darüber. Für die Zukunft gibt es dann Möglichkeiten, die es bisher nicht gab.

Maden ist damit auch unser Investitionsschwerpunkt mit über 7 Millionen EURO in den kommenden zwei Jahren!

An den bereits genannten Beispielen aus unserem Investitionsprogramm wird deutlich: Wir vergessen die Vereine nicht, wie schon so mancher befürchtet hatte.

  • Erwähnenswert: Die Flutlichtanlage für das Weinbergstadion ist da! Leider ließen die versprochenen Fördermittel, ohne die bekannterweise in Gudensberg nichts geht, recht lange auf sich warten.

Herr Stadtverordnetenvorsteher, meine Damen und Herren,

mir ist bewusst, dass wir nicht im luftleeren Raum agieren. Die Aufgaben sind bekannt und vieles im Einzelnen bereits beschlossen. Drei Bereiche liegen mir aber noch besonders am Herzen:

  • Wir wollen endlich mit der Hallenbadsanierung beginnen. Leider hinderten uns noch Rechtsfragen daran, damit zu beginnen. Wir hoffen aber noch in diesem Jahr, die Voraussetzungen für einen Beginn der Sanierungsarbeiten zu schaffen. In unserer Investitionsplanung sind die erforderlichen Mittel längst eingestellt.
  • Wir wollen bei Ausweisungen von neuen Wohngebieten dafür Sorge tragen, dass Baugrundstücke grundsätzlich vorrangig für Bürgerinnen und Bürger aus Gudensberg, ehemaligen Mitbürgerinnen und Mitbürgen sowie in Gudensberg arbeitenden Menschen vorgehalten und vergeben werden.

Mit der Erschließung des neuen Baugebietes „Gudensberg Süd“ werden in einem ersten Abschnitt 30 Bauplätze entstehen. Da gehen wir moderat vor, auch wenn die Nachfrage schon wieder regelrecht explodiert, selbst nach den neuen Vergabekriterien, die wir anstreben. Klar ist dabei für uns, dass Gudensberger vorrangig ihre Bauprojekte realisieren können, denn wir wollen, dass zusammenbleibt, was zusammengehört.

Junge Familien aus Gudensberg sollen nicht wegziehen müssen, wenn sie sich ein eigenes Heim wünschen. Kinder können in ihrer Kindergartengruppe oder Schulklasse bleiben. Wir verlieren dann auch keine Vereinsmitglieder und ehrenamtliche Aktive gehen den Vereinen ebenfalls nicht verloren.

  • Abschließend zum Brandschutz und zur Freiwilligen Feuerwehr in Gudensberg. Wir investieren auch weiterhin in den Brandschutz und damit in die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger. Ich denke wir haben auch aktuell einen guten Stand. Leider kommt der Übungsturm noch nicht. Wir suchen nach einer Lösung mit dem Kreis, denn die Nutzung des Übungsturms ist eine regional übergreifende Sache, demzufolge wir eine Beteiligung an den Errichtungskosten erwarten dürfen. Hier muss noch verhandelt werden.

Herr Stadtverordnetenvorsteher, meine Damen und Herren,

ich habe Lust auf Zukunft, aber eine nachhaltige Zukunft. Gudensberg ist eine lebens- und liebenswerte Stadt und bezahlbar. Wichtig ist, dass wir Gudensberger halten können und Neu-Gudensberger integrieren. Unser Ziel ist und bleibt es, Gudensberg für alle zum besten Zuhause zu machen.

Gute und günstige Lebensbedingungen und die Entwicklungschancen sind dabei für mich das Entscheidende.

Für die SPD-Fraktion darf ich sagen, dass wir dem Investitionsprogramm 2019-2023 zustimmen werden.

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